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	<title>OperaLab. &#187; Stimme</title>
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	<description>The Gilles Denizot Voice Studios &#124; Season 2010-11</description>
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		<title>Singen lernen per Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 08:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OperaLab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Internet bietet eine Fülle an Quellen und Möglichkeiten – Artikel, Noten, Klangbeispiele und Videos. Jeder kann sich von diesem phantastischen Angebot überzeugen. Aber wie immer, bietet das Netz das Beste ebenso wie das Schlechteste. Die Besonderheit am Gesangsunterricht (und die Schönheit dieser Kunst) ist die Notwendigkeit eines wirklichen Kontaktes zwischen Lehrer und Schüler. Die grundlegenden Kenntnisse wie Atem und Passaggio können nur im Unterricht vermittelt werden. Es ist unmöglich, auf Distanz ein stimmliches Problem zu erkennen und zu beheben. Anhand eines Klangbeispieles oder der Beschreibung des Sängers kann man eine gewisse Intuition haben, aber nicht mehr. Studenten, die im Netz nach Wunderheilmitteln suchen, nehmen damit ein erhebliches Risiko auf sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a rel="attachment wp-att-1721" href="http://operalab.org/archives/1715/03_wr-2"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1721" title="Singen lernen per Internet" src="http://operalab.org/operalab_v8/wp-content/uploads/2010/04/03_wr-185x185.jpg" alt="" width="185" height="185" /></a>Ein Artikel von Gilles Denizot</h3>
<p>Internet bietet eine Fülle an Quellen und Möglichkeiten – Artikel, Noten, Klangbeispiele und Videos. Jeder kann sich von diesem phantastischen Angebot überzeugen. Aber wie immer, bietet das Netz das Beste ebenso wie das Schlechteste. Die Besonderheit am Gesangsunterricht (und die Schönheit dieser Kunst) ist die Notwendigkeit eines wirklichen Kontaktes zwischen Lehrer und Schüler. Die grundlegenden Kenntnisse wie Atem und <em>Passaggio</em> können nur im Unterricht vermittelt werden. Es ist unmöglich, auf Distanz ein stimmliches Problem zu erkennen und zu beheben. Anhand eines Klangbeispieles oder der Beschreibung des Sängers kann man eine gewisse Intuition haben, aber nicht mehr. Studenten, die im Netz nach Wunderheilmitteln suchen, nehmen damit ein erhebliches Risiko auf sich.<span id="more-1715"></span></p>
<h4>Wie findet man einen Lehrer?</h4>
<p>Die wichtigste Aufgabe für den Gesangsschüler ist es, einen kompetenten Lehrer zu finden. Es ist unsinnig, Ratschläge auszuprobieren, die man per Internet bekommen hat, statt zunächst einem Lehrer vorzusingen. Man braucht mindestens eine Probestunde (vorzugsweise 3) um einen präzisen Eindruck von seinem technischen Wissen, seinen menschlichen Qualitäten, seiner Art sich auszudrücken und zu unterrichten zu gewinnen. Leider sind nicht alle Nutzer des Internets in der Lage, sachbezogene und besonnene Ratschläge zur Stimmtechnik zu geben (was sie aber nicht daran hindert, ebendies zu tun). Die meisten haben keinerlei professionelle Erfahrung in der Materie. Die Empfehlungen werden also im besten Fall unwirksam, im schlimmsten Fall schädlich sein.</p>
<h4>Arbeiten in Partnerschaft mit seinem Lehrer</h4>
<p>Manche Gesangsschüler suchen Antworten per Internet, um so die Kosten für den Unterricht zu vermeiden. Andere stellen das, was ihr Lehrer unterrichtet, in Frage, indem sie um Bestätigung von vollkommen Unbekannten in Internet-Foren suchen.</p>
<p>Ich habe bereits von der <a href="http://operalab.org/archives/1065" target="_blank">Partnerschaft</a> gesprochen, die zwischen Schüler und Meister bestehen sollte. Es handelt sich ganz einfach um das Vertrauen in die Fähigkeiten des Unterrichtenden und die Überzeugung in die Richtigkeit des gemeinsamen Arbeitsprozesses. Ohne diese Partnerschaft kann es keine wirklichen Fortschritte geben. Wenn man seinen Lehrer gewählt hat, muss man ihm vertrauen und sich anleiten lassen. Vorher gilt es, sich Fragen zu stellen und die richtige Wahl zu treffen. Schüler stellen oft entscheidende Fragen in Diskussionsforen im Internet. Antworten denn ihre Lehrer nicht auf diese Fragen – oder nur in unklarer Form, sodass diese Schüler gezwungen sind, sich an andere Personen zu wenden? Oder möchten diese Schüler von anderswo bequemere Antworten bekommen? Es ist mir immer sehr unangenehm, hinter dem Rücken des offiziellen Lehrers Stellung zu beziehen. Rat über das Internet zu suchen oder gar heimlich mit einem anderen Lehrer zu arbeiten zeigt die Verzweiflung dieser Gesangsschüler. Sie haben das Recht auf einen hervorragenden Unterricht, der alle Ihre Fragen beantwortet. Sie haben das Recht auf einen guten Kontakt zu Ihrem Lehrer. Wenn es scheint, dass Sie nicht die Anleitung erhalten, die Sie zu Recht erwarten, dann ist es besser, den Lehrer zu wechseln als Rezepte von Unbekannten zu sammeln.</p>
<h4>Die wichtigsten Themen, die im Internet diskutiert werden</h4>
<p>Einteilung nach Stimmfächern, <em>Vibrato</em>, Aktivität des Kehlkopfes und <a href="http://operalab.org/archives/980" target="_blank">Atem</a> und Stütze gehören zu den Haupt-Themen in Internet-Foren. Hier muss man ganz klar sagen: Man kann die Aktivität des Kehlkopfes, Atem und Stütze nicht per Internet unterrichten.</p>
<ul>
<li>Einteilung nach Stimmkategorien</li>
</ul>
<p>Es ist unmöglich, die Stimmlage eines Sängers zu beurteilen, ohne ihn anzuhören. Und dennoch ist dies eine der häufigsten Anfragen. Man muss die Stimme in der tatsächlichen Situation hören – nicht eine Aufnahme – und man muss beobachten können, wie der Sänger den Ton erzeugt. Wie sollte ich einem Gesangsschüler empfehlen, seine Stimme als Tenor auszubilden, nur weil er mir sein Timbre als hell  beschreibt und leicht bis zum hohen G kommt. Vielleicht öffnet sich sein Mund horizontal, während er chromatisch steigt. Ein junger Mann ließ mir eines Tages ein Soundbeispiel zukommen und bestätigte mir, das <em>Passaggio</em> komplett zu beherrschen. Leider war eher das Gegenteil der Fall, was er für eine hohe Stimme hielt, war eher eine gepresste Stimme, mehr und mehr offen, die schließlich jegliche Resonanz und Timbre verlor.  Nachdem ich ihm meine Zweifel bzgl. seiner Situation mitgeteilt hatte, sandte er mir ein zweites Beispiel der gleichen Qualität. Er erfragte bei einem zweiten Lehrer eine zweite Meinung – diese entsprach der meinen.</p>
<p>Im Internet erklären Sänger wiederholt, dass eine gewisse Arie ihnen zu schwierig sei und dass dies natürlich bedeutet, dass man zu einem anderen Stimmfach gehört. Es mag ja sein, dass das Repertoire oder das Fach nicht richtig sind, doch genauso kann es sich um ein nicht gelöstes technisches Problem handeln. Das Nicht-Verstehen der Abläufe beim <em>Passaggio</em> ist in diesem Fall bedeutsam.</p>
<p><em>Fallbeispiel: Tenor lirico spinto, singt Bariton</em></p>
<p>Vor einigen Jahren stellte sich ein junger Sänger (berechtigter Weise) Fragen bezüglich seines Repertoires. Dieser 30jährige junge Mann sollte in einem Konzert mit Orchester in Paris Auszüge aus Opern singen. Sein Programm beinhaltete Morales (<em>Carmen</em>), Figaro (<em>Die Hochzeit des Figaro</em>) und Publius (<em>La Clemenza di Tito</em>). Dieses Repertoire ist für hohen Bariton, Bass-Bariton und Bass bestimmt, keinesfalls für den gleichen Stimmtyp. Dieser junge Sänger beschrieb sich selbst als „leichten Bariton“ oder „starken Tenor“, der sukzessive seine Stimmlage erweitert. Sein Lehrer nahm ebenfalls an, dass er Tenor sei, doch da er nicht wusste, wie er auszubilden sei, leitete er ihn als Bariton an, um zu warten, bis die Stimme bereit sei. Diese Einstellung ist unverantwortlich und gefährlich. Man muss den Schüler von Anfang an im richtigen Fach ausbilden. Wertvolle Jahre verstreichen zu lassen, ohne die Muskeln die Reflexe zu trainieren, verlangsamt nur die Entwicklung des Sängers. In gewissen Fällen kann dies sogar daran hindern, das Singen zum Beruf zu machen.</p>
<p>Ich präzisiere, dass ich nur von der stimmlichen Kategorie (Sopran, Mezzosopran, Alt, Countertenor<strong>, </strong>Tenor, Bariton und Bass) spreche, nicht von den Stimmfächern (z.B. dramatischer Sopran, Heldentenor oder Verdi-Bariton). Wenn Sie eine Tenorstimme haben, so müssen Sie von Ihrem Lehrer als Tenor ausgebildet werden, nicht als Bariton unter dem Vorwand, dass die Höhe später kommt (siehe hierzu auch „Der Gesangsanfänger“). Sie sollten also auch kein Repertoire des Baritons studieren, sondern die für den Tenor geeigneten Arien studieren.</p>
<p>Nachdem ich mehrere Nachrichten dieses jungen Mannes sowie die verschiedenen Meinungen der Mitglieder des Forums zur Kenntnis genommen hatte, habe ich ausnahmsweise einen technischen Vorschlag gemacht. Ich schlug nur einen abgeschlossenen Satz vor, der, wie ich mich vergewissert hatte, keinen Schaden anrichten konnte, zumal es keine Gebrauchsanleitung gab. Ein kurzer, privater Schriftwechsel führte rasch zu einer Beratung. In der Tat kann man nur kurze Zeit theoretisch diskutieren, dann muss man zur Praxis übergehen.  Da ich davon ausging, mit einem Bariton zu arbeiten, wählte ich Übungen für mittlere Stimme und im mittleren Umfang. Im Medium und der Tiefe gab es absolut keine Resonanz. Somit wurde die Kategorie Bass sofort ausgeschlossen. Je weiter wir im Umfang in die Höhe gingen, veränderte sich die Stimme ganz natürlich im <em>Passagiobereich</em> des Tenors. Es war eindeutig, dass die Einordnung als Bariton von einer falschen Dumpffärbung durch a) einen durch den Grund der Zunge tiefgestellten Kehlkopf und den verstopften Rachen und b) durch die Unmöglichkeit, den Kehlkopf zu bewegen um so zum hohen Register des Tenors zu erreichen. Nach einigen Minuten mit passenden Vokalisen, kam ein wunderbarer Tenorklang aus der Kehle dieses jungen Mannes. Ich teilte ihm sehr vorsichtig meine Einschätzung zu seiner Stimme mit. Daraufhin eröffnete er mir, dass er seit langer Zeit glaubte, Tenor zu sein. Seine Erleichterung war offensichtlich, so als könnte er endlich er selbst sein. Was fälschlicherweise für einen Bariton gehalten worden war (und während 8 Jahren entsprechend ausgebildet wurde), war in Wirklichkeit ein echter Tenor <em>lirico-spinto</em>. Dieser Einschätzungsfehler hatte vor unserer Begegnung zu Knötchen und einer Operation geführt. Wir mussten ein Jahr lang arbeiten, um seine wahre Stimme dank der Veränderung der Kategorie und der entsprechenden Ausbildung zu finden.</p>
<ul>
<li>Vibrato</li>
</ul>
<p>Ich erinnere mich an die Nachricht eines Jugendlichen, der wissen wollte, wo er ein <em>Vibrato</em> für seine Stimme kaufen könne! Es ist verblüffend all die Rezepte zu lesen, die es im Internet zu diesem Thema gibt. Das ist genauso, wie zu sagen, das kommt dann mit der Zeit von allein. Das Nichtvorhandensein von <em>Vibrato</em> verursacht immer eine legitime Verunsicherung beim Gesangsschüler (besonders bei Amateuren, und da ganz besonders bei Sängerinnen). Jedes „<em>Vibrato</em>-Problem“ weist zweifellos auf eine stimmliche Dysfunktion hin und muss sofort als Alarmzeichen betrachtet werden. Wenn der Atemdruck nicht durch die Stützmuskeln reguliert wird, können die Stimmlippen nicht frei schwingen. Wenn die Zunge sich zusammenzieht und den Kehlkopf senkt, können die Stimmlippen nicht richtig funktionieren. Sobald es dem Sänger gelingt, seine Atemführung ins Gleichgewicht zu bringen, stellt sich das <em>Vibrato</em> natürlich ein. Aber all dies braucht Zeit und muss geübt werden. Ohne genaue Anleitung passiert gar nichts. Ich hatte die Gelegenheit, mit 2 Sängerinnen zu arbeiten, die beklagten, kein <em>Vibrato</em> zu haben. Von unserer ersten Stunde an haben ihre Stimmlippen vibriert. Das hat sie sicher ermutigt, aber erst nach mehreren Monaten Arbeit an Atem und Stütze konnten sie immer mit <em>Vibrato</em> singen. Die goldene Regel: je mehr Luft man über den Kehlkopf schiebt, desto weniger klingt die Stimme, ist sehr schwierig umzusetzen.</p>
<h4>Das Fehlen von Überwachung</h4>
<p>Das größte Problem unser Thema betreffend ist das Fehlen von Überwachung. Die Suche nach  Informationen zur Gesangstechnik im Internet führt zu keinem  tatsächlichen Kontakt mit dem Ausbilder. Der Schüler hat also keinerlei Erklärung und keinerlei Kontrolle. Außerdem ist die Anweisung nicht der tatsächlichen Situation des Sängers angepasst. Jeder Schüler ist ein besonderer Fall, der eine auf ihn zugeschnittene Pädagogik erfordert. Ohne diesen unterscheidenden Unterricht können die einzigartigen Eigenschaften eines Sängers weder zu Tage gebracht noch ausgebildet werden. Ohne Aufsicht setzt sich der Schüler absichtlich vokalen Schädigungen aus. Selbst wenn es scheint, dass Sie einen Artikel über den Gesang verstehen, so beherrschen Sie das Konzept doch erst dann, wenn Sie eine richtige Erklärung des Lehrers bekommen haben. Das bedeutet, ihn gesehen und gehört zu haben, wie er ebendieses Prinzip anwendet (häufig, indem man die Muskeln des Lehrers berührt). Die Kontrolle durch den Lehrer ist entscheidend.</p>
<h4>Schlussfolgerung</h4>
<p>Diese Beispiele zeigen, dass man Gesang nicht in einem Buch, auf einer CD oder per Internet lernen kann. Das Netz stellt uns zusätzliche Informationen zur Verfügung, die unser Verständnis des Gesanges bereichern. Aber in keinster Weise ersetzt das die <strong> </strong>althergebrachte<strong> </strong>Form des Unterrichtens. Der menschliche Kontakt, der sich zwischen dem Lehrer und seinem Schüler einstellt, war, ist und bleibt die einzige Art, dieses altüberlieferte Wissen weiterzugeben, wie auch immer sich die Technologien entwickeln mögen.</p>
<p>© OperaLab &#8211; Gilles Denizot. Alle Rechte vorbehalten.</p>
<p>Übersetzung aus dem Französischen Ines Kluwe-Thanel, mit einem Dankeschön an Petra Raspel und George Winterhuder für Anmerkungen und Korrekturen.</p>


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		<title>Kennzeichen der &#8220;Stimm-Identität&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OperaLab</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es scheint mir, dass es für jeden Sänger unbedingt notwendig ist eine gesunde Gesangstechnik zu nutzen. Aber dazu ist es auch wichtig seine eigene Stimme zu definieren. Dann kennt der Sänger seine "optimale" Stimme, er weiß "wer er stimmlich ist", er hat eine klare und präzise Auffassung seiner "Stimm-Identität". Ohne diese Auffassung kann der Sänger seine wahre Stimme nicht produzieren. Wenn er diese "optimale" Stimme vorübergehend unterlässt, bringt der Sänger sich in eine schwierige Lage. Diese Situation wird noch schlimmer, weil ihm niemand helfen kann, wenn er die Grundsätze der gesunden Stimm-Technik, die ihm die Möglichkeit geben gut zu singen, in Vergessenheit geraten lässt. Der Sänger sollte dann solange wie nötig pausieren, bis er seine stimmliche Identität wiederfindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1354" title="Vocal Identity" src="http://operalab.org/operalab_v8/wp-content/uploads/2009/10/186885347_5ca974d863-185x185.jpg" alt="Vocal Identity" width="185" height="185" />Kennzeichen der &#8220;Stimm-Identität&#8221;, von Gilles Denizot<br />
<span style="font-weight: normal; font-size: 13px;"><br />
</span></strong></h3>
<p>Es scheint mir, dass es für jeden Sänger unbedingt notwendig ist eine gesunde Gesangstechnik zu nutzen. Aber dazu ist es auch wichtig seine eigene Stimme zu definieren. Dann kennt der Sänger seine &#8220;optimale&#8221; Stimme, er weiß &#8220;wer er stimmlich ist&#8221;, er hat eine klare und präzise Auffassung seiner &#8220;Stimm-Identität&#8221;. Ohne diese Auffassung kann der Sänger seine wahre Stimme nicht produzieren. Wenn er diese &#8220;optimale&#8221; Stimme vorübergehend unterlässt, bringt der Sänger sich in eine schwierige Lage. Diese Situation wird noch schlimmer, weil ihm niemand helfen kann, wenn er die Grundsätze der gesunden Stimm-Technik, die ihm die Möglichkeit geben gut zu singen, in Vergessenheit geraten lässt. Der Sänger sollte dann solange wie nötig pausieren, bis er seine stimmliche Identität wiederfindet.<span id="more-1353"></span></p>
<p>Wie erreicht man diese &#8220;Stimm-Identität&#8221;? Während so vieler Gesangsstunden wie nötig. Es ist undenkbar seine Stimme ohne Unterricht oder ohne fleißige Arbeitsweise auszubilden. Die Stimm-Identität kann weder in Proben, noch in Aufführungen entdeckt werden. Innerhalb der Vertrautheit einer Gesangsstunde, mit dem ausgebildete Ohr und dem geschulte Blick des Lehrers als Leiter, kann der Sänger an seiner Stimm-Identität arbeiten. Diese Entdeckungen werden in einem mehr oder weniger öffentlichen Rahmen getestet, wie z. B. bei Workshops, Kursen, Meisterkursen, Privatkonzerten, Vorsingen, Hochzeiten,   Kinderveranstaltungen sowie vor Patienten, älteren Menschen oder auch Häftlingen. Es kann sich jederzeit die Möglichkeit ergeben, die erlernten Prinzipien anzuwenden und seine Erfahrung als Sänger zu testen. Die Grundregel hierbei ist, so viele erlernte technischen Prinzipien wie möglich wiederzugeben. Denn nur während des Unterrichts und der privaten Übungen ist es notwendig zu experimentieren, Fragen zu stellen, zu analysieren, Entscheidungen zu treffen. Nicht in der Öffentlichkeit.</p>
<p>Ich empfehle zum Beispiel eine ovale oder runde Mundhaltung. Diese Auffassung steht nicht nur im Einvernehmen mit einer gesunden Gesangstechnik, es handelt sich auch um einen technischen Ansatz den ich auch bei mehreren Auftritten angewendet habe. Ich weiß, dass diese Mundhaltung die optimale Stimmemission eines Opernsängers begünstigt. Wenn einer meiner Studenten vergisst oder sich frei entscheidet diese gesangliche Haltung zu übernehmen (oder irgendeine andere Empfehlung), dann fordert er sein Glück heraus. Und ich kann nichts für ihn tun, denn er muss lernen selbstständig zu sein. Wenn man bedenkt, dass jeder Auftritt oder jede Probe unterschiedliche Voraussetzungen mit sich bringt, und dass unsere körperliche Verfassung veränderlich ist, ist das einzige konstante Element in diesem Fall unsere Technik. Dies ist die einzig verlässliche Hilfe. Wenn man das vergisst, dann muss man die Folgen zwangsläufig selber tragen.</p>
<p>Als letzen Gedanken, möchte ich gerne etwas mit Ihnen teilen. Zu Beginn meiner Karriere wurde ich immer als sehr talentierter und vielversprechender junger Sänger definiert, mit der Gabe starke Emotionen darstellen zu können. Und das ist vermutlich einer der Gründe für meinen schnellen Karrierestart auf einem so hohen Niveau. Aber ich war ein &#8220;Sänger ohne Technik&#8221;. Einige Leute glaubten (fälschlicherweise), dass meine &#8220;Gesangsleistungen&#8221; von dem Wissen und der Beherrschung meines Instruments erzeugt wurden. Leider nicht. Meine Unbekümmertheit und mein Mut waren die einzigen Mittel  internationalen Verträgen und Opernrollen die Stirn zu bieten. Ich wusste nie ob der Ton korrekt erzeugt wurde. Und langsam wurden die Töne immer unsicherer. Da musste ich pausieren und beginnen zu studieren. Dann begann ich meine Stimme kennenzulernen und meine &#8220;Stimm‑Identität&#8221; zu definieren.</p>
<p>Es braucht Zeit, aber am wichtigsten ist es zu erkennen wenn man &#8220;stimmlich verloren&#8221; ist, wenn man vergessen hat was während Gesangsstunden bestimmt wurde, und wenn man seine &#8220;Stimm-Identität&#8221; wiederfinden muss. Ich arbeite selber daran, so wie jeder andere Sänger auch.</p>
<p><span style="font-family: 'Lucida Grande', Verdana, Arial, 'Bitstream Vera Sans', sans-serif; white-space: pre-wrap;">© OperaLab &#8211; Gilles Denizot. Alle Rechte vorbehalten</span><span><span style="font-family: Arial, Verdana, sans-serif; font-size: medium;"><span style="line-height: normal;">.</span></span></span></p>


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		<title>Haltung und Atem</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 12:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OperaLab</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atem]]></category>
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		<description><![CDATA[Il canto è fiato (Gesang ist Atem) sagten die großen italienischen Meister des Bel Canto. Die Ausbildung, die sie den Gesangsschülern vermittelten, beruhte auf diesem fundamentalen Prinzip. Der optimale Einsatz des Atems ist das Grundprinzip des gesunden Gesanges und wird durch eine bestimmte Haltung erreicht, die so genannte postura nobile (vornehme Haltung). Was ist nun diese ideale Haltung und wie kann man seinen Atem beherrschen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1010" title="redballoons" src="http://operalab.org/operalab_v8/wp-content/uploads/2009/06/redballoons-185x185.jpg" alt="redballoons" width="185" height="185" /></strong>Haltung und Atem</h3>
<p><strong>Ein Artikel von Gilles Denizot</strong></p>
<p><em>Il canto è fiato</em> (Gesang ist Atem) sagten die großen italienischen Meister des <em>Bel Canto</em>. Die Ausbildung, die sie den Gesangsschülern vermittelten, beruhte auf diesem fundamentalen Prinzip. Der optimale Einsatz des Atems ist das Grundprinzip des gesunden Gesanges und wird durch eine bestimmte Haltung erreicht, die so genannte <em>postura nobile</em> (vornehme Haltung). Was ist nun diese ideale Haltung und wie kann man seinen Atem beherrschen?<span id="more-980"></span></p>
<p><h4>La <em>postura nobile</em> oder vornehme Haltung</h4>
</p>
<p>Die Einzigartigkeit des Instruments des Sängers ist, dass es sich nicht nur im Körper des Sängers befindet, sondern dass dieser auch das Instrument IST. Ein Musiker benutzt ein äußeres Instrument und seinen Körper zum Spielen. Sicher ist er von der Qualität des Klaviers oder der Geige, auf der er spielt, abhängig, zum anderen aber auch vom Einsatz der Muskeln bestimmter Teile seines Körpers, die er beobachten kann. Dieser Unterschied ist entscheidend. Der Sänger sieht weder den Kehlkopf, die Stimmlippen noch das Zwerchfell. Oft kann er sie nicht einmal bestimmen oder ihre Funktion erklären. Daraus resultieren vielerlei falsche Ideen, oder zumindest Unklarheiten. Der Klavierlehrer regelt den Sitz seines Schülers, damit der Unterarm auf die Tastatur ausgerichtet wird. Der Gesangslehrer muss ebenfalls die äußere Haltung seines Schülers korrigieren, aber er kann nicht direkt auf die Stimmlippen oder das Zwerchfell einwirken. Er kann nur im Umkreis arbeiten und dafür sorgen, dass durch die Haltung des Schülers das Instrument optimal zur Verfügung steht. Diese Besonderheit verursacht genau die Probleme, die wir alle beim Studium des Gesanges antreffen.</p>
<p>Die Meister des <em>Bel Canto</em> unterrichteten die <em>postura nobile</em> oder vornehme Haltung. Das Adjektiv ist interessant. Man sagt nicht <em>athletisch, Muskel-, natürlich</em>. Man spricht nur von der Vornehmheit, die sie hervorruft. Das ist unser erstes Argument. Die Haltung des Sängers kann nicht <em>natürlich</em> sein, denn sie ist erarbeitet. Dabei ist sie viel einfacher, als man denkt, und muss für Jeden das Maximum der physischen Möglichkeiten erreichbar machen. Es ist noch nicht so lange her, da nahmen die Lehrer sich Zeit, das Instrument des Schülers, der Singen lernen wollte, zu begutachten: den Brustkorb und die Struktur, besonders des Gesichts. Jessye Norman sagte beispielsweise, dass sie zwar gelernt habe, ihren Atem zu kontrollieren, aber dass sie nur dankbar sein könne für die besondere und angeborenen Gegebenheiten ihres Körpers: die Form der Mundhöhle und der Kehle, die Höhe des weichen Gaumens, die Natur des Kehlkopfes und ihrer Stimmlippen. Wir haben alle körperliche Gegebenheiten, die für die eine oder andere Nutzung mehr oder weniger geeignet sind. Daran können wir nichts ändern. Aber jeder Sänger hat die Pflicht, seine naturgegebenen Möglichkeiten optimal auszunutzen.</p>
<p>Der Brustkorb eines Jungen ist schmal und flach, dann verändert er sich und entwickelt sich nach vorne während des Wachstums. Der Brustkorb wird weiter und das ermöglicht der Lunge, sich weiter zu füllen. Weiterhin fällt der Kehlkopf während des Stimmbruchs und der Umfang sinkt um eine Oktave, im Gegensatz zu den Mädchen, die in der oberen Oktave bleiben. Das Kind wird in der Erziehung dazu angehalten, <em>sich aufrecht zu halten</em>. Daraus entsteht eine Haltung, die wir <em>gesellschaftlich</em> nennen werden. In der Gesellschaft <em>halten wir uns</em> in einer bestimmten Art. Diese Haltung, die eher <em>gewohnheitsmässig</em> (denn natürlich) eingenommen wird, verstärkt sich, wenn wir in der Öffentlichkeit sprechen müssen. Wir richten uns auf, wölben den Oberkörper. Die <em>vornehme Haltung</em>, die der Sänger anwendet, ist nichts anderes als eine Weiterentwicklung dieser <em>gesellschaftlichen</em> Haltung – und zwar in einer Form besonders eingerichtet, dass Körper und Organe zum Singen optimal verfügbar sind. Die Füße sind standsicher auf dem Boden, die Knie leicht gebeugt, die Rundung des Rückens leicht berichtigt, das Becken ist locker wie die Bauchmuskulatur, der Brustkorb ist geöffnet (wie ein Regenschirm), das Brustbein ist aufgerichtet, die Schultern gesenkt, der Schädel wie auf den Hals gelegt, alles in vertikaler Ausrichtung.</p>
<p>Wenn der Sänger die <em>vornehme Haltung</em> einnimmt, beobachtet man, dass das Brustbein erhöht und nach vorne geschoben wird und dass der Brustkorb geweitet wird. Die Sängerinnen sind darauf bedacht, übrigens mehr als ihre männlichen Kollegen, ihren Brustkorb offen zu halten. Diese Forderung ist quasi systematisch. Ein häufiger Fehler besteht leider in einer muskulären Öffnung des Brustkorbes. Das zwingt zum Forcieren beim Öffnen und Halten der Stellung des Brustkorbes. Diese Anstrengung führt zu unnötigen Spannungen während der Phonation. Es ist viel einfacher, effektiver und gesünder, zunächst den Brustkorb zu öffnen, in dem man eine dem <em>Knochenbau entsprechende</em> Haltung einnimt, noch vor der Einatmung. Genau dies ermöglicht die <em>postura nobile</em>. Ihr Brustkorb ist aufgerichtet, ohne Muskelanspannung. Ihre Lungen können sich ohne Anstrengung in den Ihnen zur Verfügung stehenden Raum ausweiten. Diese Einatmung ist schneller und kompletter, da die Lungen auf keinen Widerstand treffen.</p>
<p>Einen Sänger eine Haltung mit flachem Brustkorb und eingesunkenem Brustbein zu lehren bedeutet, die Physiologie des Menschen zu verkennen. Tatsächlich wurde bewiesen (durch Vergleich von aufeinanderfolgenden Röntgenaufnahmen), dass, sobald das Brustbein zusammensackt, sowohl das Zwerchfell steigt oder entspannt, ebenso wie der Kehlkopf, der direkt damit verbunden ist. Ein zusammengesunkener Brustkorb kann nur unüberwindbare Schwierigkeiten verursachen, und besonders die Stimme verändern bis hin zum Irrtum über den wahren Stimmtypus des Sängers. Die <em>postura nobile</em> ist weder natürlich noch lasch, sondern stärkend und geschmeidig. Sie ist unverzichtbar, um im Rahmen der eigenen Fähigkeiten so gut wie möglich zu singen und, für einige, professionelles Niveau zu erreichen.
</p>
<p>
<h4>Mechanismus des Atmens</h4>
</p>
<ul>
<li>Wie kommt die Luft in die Lunge? Das Zwerchfell zieht sich zusammen und sinkt – nicht weil die Luft in die Lunge eintritt – sondern genau auf Grund des Gegenteils. Nehmen wir das Beispiel Spritze, die vertikal (die Nadel zeigt nach oben) gehalten wird. Wie bekommt man da Luft hinein? Indem man den Kolben senkt, sicher nicht, indem man von oben die Luft hineinpustet. Damit sich das Zwerchfell senken kann, muss man die vornehme Haltung einnehmen und den Platz freimachen, der durch die Eingeweide besetzt ist. Wenn die Bauchmuskeln angespannt sind, statt locker zu sein, begegnet das Zwerchfell einem erhöhten Widerstand beim Einatmen. Es ist erwiesen, dass es zwischen Zwerchfell und Kehlkopf eine neurologische Verbindung gibt. Wenn ersterer sich senkt, stabilisiert sich letzterer ebenfalls etwas tiefer. Sicher ist das Anspannen der Bauchmuskeln wichtig in der Tonbildung, aber bei der Einatmung ist es vorteilhaft, zu wissen, wie man die Bauchmuskulatur und die vier interkostalen Muskeln lockert.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie verlässt die Luft die Lunge? Auf Grund des Druckunterschiedes zwischen der Luft in den Lungen und der Luft außerhalb, genau wie bei einem aufgeblasenen Luftballon, den man zwischen Daumen und Zeigefinger hält. Lässt man los, so entweicht die Luft sofort. Es ist unnötig, den Ballon zu drücken um die Luft herauszubekommen, oder, im Fall des Gesangs, bewusst die Bauchmuskeln zusammenzuziehen, um die Tonbildung zu beginnen. Wenn die Bauchmuskeln zu Beginn oder während der Phonation gewaltsam kontrahiert werden, kommt die Luft zu schnell und in zu großer Menge zum Kehlkopf und verursacht entweder den Verlust von Luft und Klang, oder einen harten Klang. Zusätzlich werden die Stimmlippen angegriffen und die Dauer der gesungenen Phrase verkürzt. Man spricht hier von einem die <em>Stimmritzen betreffenden Schlag</em>, der aber nichts mit dem von Garcia beschriebenen Glottisschlag zu tun hat. In der vornehmen Haltung, wenn die Lungen entleert sind, ist es ganz einfach den Zyklus von Anfang an wieder zu beginnen, indem man die Bauchmuskeln lockert und sich das Zwerchfell zusammenziehen lässt, allerdings ohne den aufgerichteten Brustkorb fallen zu lassen. Luciano Pavarotti erklärte, dass <em>das große Geheimnis sei, die Geduld zu haben, das Zwerchfell sinken zu lassen, bevor man die nächste Phrase beginnt</em>. Indem man diesen Rat befolgt, geht man sicher, dass der Kehlkopf sich von neuem tief stellt.</li>
</ul>
<p>Ihre Singstimme ist, ebenso wie Ihre Sprechstimme, vertonter Atem. Wenn Ihr Klang hart oder schwach ist, wenn Ihr Klang unregelmäßig ist und sich wie unter der Auswirkung von Nerven- oder Muskelkrämpfen ausdrückt, wenn Ihre Kehle (die sich beim Einatmen entspannt hatte) sich verkrampft, so haben Sie noch nicht das notwendige Gleichgewicht gefunden. Sie müssen die beiden entgegenwirkenden Kräfte des Zwerchfells und der Bauchmuskeln so erziehen, dass sie gemeinsam arbeiten und sich ihre Kräfte gegenseitig aufheben. Sagen wir kategorisch, solange dieses Gleichgewicht nicht erreicht ist, kann der Klang nicht optimal sein. Schlimmer noch, es kann zu stimmlichen Problemen kommen, denn so mancher versucht mittels Übungen das Gaumensegel zu heben und zu dehnen, die Zunge nach vorne und den Kiefer nach hinten zu bringen, den Kehlkopf zu senken und den Rachen zu öffnen. Aus meiner eigenen Erfahrung als Sänger und Lehrer kann ich bestätigen, dass es vorteilhaft ist, sich zunächst mit der Haltung und dem Atem zu beschäftigen. Dies ist übrigens auch die Methode, die jeder gute Phoniater verwendet. Ebenso wie das Instrument des Sängers sein Körper IST, so IST die Stimme des Sängers sein Atem: <em>il canto è fiato</em>.</p>
<p>In der Gesangsausbildung ist es unverzichtbar, die <em>postura nobile</em> und die Geste des <em>appoggio</em> (die Koordinierung des Atemeinsatzes) zu erlernen. Danach ist dieses durch Vokalisen im mittleren Register der Stimme einzuüben, BEVOR man in die extremen Register wechselt. Wenn Haltung und Atem erklärt sind und wenn die Lungen beherrscht werden, können Kehlkopf und Rachen effektiv arbeiten. Mit dieser altüberlieferten Methode vermeiden wir zahlreiche vokale Probleme, die wiederum so viele Schwierigkeiten und Zweifel bei den Sängern hervorrufen.
</p>
<p>
<h6>© Gilles Denizot &#8211; OperaLab. Alle reservierten Rechte</h6>
<address>Übersetzung ins Deutsche aus dem Französischen Original von Ines Kluwe-Thanel. Mit Dank an Petra Raspel (Schottland) und an Henning Rohlfs (Deutschland) für Anmerkungen und Korrekturen</address></p>


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